Fittje erwischt keinen guten Start in 2. Jahreshälfte

Jannes Fittje

Mit den guten Resultaten vom Lausitzring im Rücken, startete Jannes Fittje am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Doch in der Eifel kam der Thüringer nicht in Schwung und verzeichnete eine Nullrunde.

„Ich möchte mich wieder in den Top-Ten etablieren.“

Drei Mal Punkte hieß es vor sechs Wochen auf dem Lausitzring, entsprechend motiviert startete der Förderpilot aus dem Kader der ADAC Stiftung Sport in die zweite Saisonhälfte der ADAC Formel 4. Auf der 3.629 Meter langen Kurzanbindung des Nürburgrings traten 34 Fahrerinnen und Fahrer in der harten Nachwuchsschule an. Schon im Vorhinein war die Zielsetzung des 16-Jährigen Langenhainer klar: „Ich möchte mich wieder in den Top-Ten etablieren.“

In den freien Trainings lief für Jannes noch alles nach Plan. Mit guten Zeiten hielt er den Anschluss zur Spitze und zeigte sich vor dem Qualifying sehr zuversichtlich: „Mit neuen Reifen sollte gleich einiges drin sein.“ Leider kam es am Ende anders, schon früh zeigte sich, dass der nötige Speed fehlt und Jannes landete am Ende nur auf den Startpositionen 20 und 22 für die Rennen am Samstag. „So richtig habe ich dafür keine Erklärung. Wir waren einfach nicht schnell genug und sind aktuell nicht in der Lage die Zeiten der Führenden zu fahren“, versuchte der Junior des ADAC Hessen-Thüringen e.V. zu erklären.

Aus dem Verfolgerfeld setzte sich der Trend leider auch in den Rennen fort. Jannes versuchte jeweils die 30 Minuten langen Wertungsläufe ohne Kollisionen zu überstehen und dabei wichtige Rennerfahrung zu sammeln. Der Sprung in die Punkteränge blieb ihm jedoch verwehrt. „Das ist ein ganz schwieriges Wochenende für uns. Wir haben akribisch die Renndaten verglichen, finden aber nicht den richtigen Weg“, fasste Jannes am Samstagabend zusammen.

Während am Freitag und Samstag die Sonne schien, präsentierte sich das Wetter am Sonntag von seiner schlechten Seite. Ein starker Temperatursturz und Regen sorgten für komplett veränderte Bedingungen. „Es war eine große Herausforderung das passende Setup zu finden“, berichtete Jannes. In der ersten Rennhälfte gelang dem Rookie aber ein perfekter Start. Auf der rutschigen Strecke kämpfte er sich von Startplatz 18 bis auf Rang zwölf nach vorne und hatte die Punkteränge in Sichtweite. „Das Auto fühlte sich super an und ich war mir sicher, dass noch mehr möglich ist“, sagte Jannes.

Doch mit steigender Renndistanz baute seine Performance ab und am Ende überquerte er nur als 16. die Ziellinie. „Unser Setup passte zum Ende leider nicht mehr. Nun gilt es das Wochenende schnell zu vergessen und nach vorne zu schauen. In zwei Wochen geht es auf dem Sachsenring weiter, dort möchte ich wieder voll attackieren“, Jannes abschließend.


Text/Foto: Jannes Fittje / P1