Rekordfahrt für Michael Waldherr

Hitzeschlacht am Lausitzring

Die Saisonhalbzeit der ADAC Formel 4 Meisterschaft wurde bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Eurospeedway Lausitz eingeläutet. Bei 37°C hieß es für Michael Waldherr einen kühlen Kopf zu bewahren.

Die Aufholjagd der F4-Saison 2015

Genauso schnell, wie der talentierte Bayer seine Leistung abrufen konnte, verließ ihn einmal mehr das Glück und veränderte die Vorzeichen für das gesamte Rennwochenende.
In der Qualifikation zu den Startaufstellungen der Wertungsläufe 10 bis 12, befand sich Waldherr auf Bestzeitkurs, als ihm ein winziger Fahrfehler in die Streckenbegrenzung rutschen ließ und die berechtigten Hoffnungen auf eine Top-Startposition begruben.

Der Förderkandidat der Deutschen Post Speed Academy zeigte sich aber kämpferisch und kündigte eine Aufholjagd für die Rennen auf dem 3,4 Km langen Lausitzring an.

Zunächst wurde der optimistische Vorsatz durch eine Startkollision vereitelt. Waldherr mußte sich im samstäglichen ersten Rennen erneut dem Rennpech beugen und einen weiteren Ausfall und den damit verbundenen Punkteverlust in der Wertung hinnehmen.

Ungebrochen dieses Rückschlages, galt aber die Angriffsparole weiter für die noch folgenden 2 Wertungsläufe.
Aus der letzten Startreihe nahm der Rudertinger das zweite Rennen auf und ließ seine Prophezeiung mit Nachdruck wahr werden. Michael Waldherr pflügte, wie das sprichwörtliche „ heiße Messer durch die Butter „ durch das mit 30 Piloten aus 15 Nationen starke Starterfeld und machte 25 Positionen gut.

Dieser sehenswerte Vormarsch belegte die Rennspeed des Team Motopark-Piloten und bescherte zeitgleich einen bis dato nie erreichten Überhol-Rekord in der ADAC Formel 4.

So richtig in Fahrt wiederholte der amtierende Asia Super6 Champion seine Vorstellung auch im Sonntagsrennen und begeisterte die Zuschauer mit einer weiteren Hatz von der 30. Startposition bis auf Rang 7.

„ Wir haben eine unglaubliche Rennspeed an den Tag gelegt und es ist nicht schwer sich auszumalen, wie das Wochenende ohne Unfall im Qualifying gelaufen wäre „ resümiert Michael Waldherr nach der Hitzeschlacht in der brandenburgischen Niederlausitz.

Das nächste Rennen führt den ADAC Formel 4 Tross zum legendären Nürburgring in der Eifel, wo bekanntlich nicht nur das Wetter für Überraschungen sorgen kann. An gleicher Stelle nutzt Michael Waldherr die Sommerpause, um im Rahmen des Programms der Deutschen Post Speed Academy an dem Langstrecken-Fahrrad-Rennen „ Rad am Ring „ teilzunehmen. Vom 24.-26.07.2015 tauscht Waldherr den feuerfesten Rennoverall gegen ein Fahrradtrikot und wird in einem Team mit den anderen Kandidaten der Deutschen Post Speed Academy, sowie dem früheren DTM-Fahrer Manuel
Reuter, auf dem Rennrad die „ Grüne Hölle „ der Nürburgring Nordschleife

Text / Fotos: P1 Racing Services