Schadensbegrenzung für Team Motopark

Michael Waldherr und Jonathan Cecotto

Beim 5. Formel 4-Wochenende auf dem Nürburgring stemmte sich das Team Motopark entschlossen gegen eine Pechsträhne und konnte nur Schadensbegrenzung betreiben.

" Ich gebe nicht auf und gebe alles, um die Tabellenführung zurückzuholen.“

Joël Eriksson verlor in der Eifel seine Führung in der Gesamtwertung. Der 17-jährige Schwede musste nach einem Batterieschaden und einer Kollision mit Jannes Fittje – jeweils im Freien Training – kalt in die Qualifikation gehen. Die viertbeste Zeit in seiner Quali-Gruppe langte dennoch zum achten Startplatz für Lauf 1.

Dort verbesserte er sich um vier Ränge auf den vierten Platz. Im zweiten Rennen gelang dem Nordmann ein guter Start, doch eine Kollision warf ihn auf den zehnten Rang zurück. Im Finale kämpfte er bis zum Ende noch ums Treppchen, fiel dann aber im Gefecht zurück auf die siebte Position. „Im ersten Rennen war ich schnell auf dem dritten Rang, hatte dann aber wieder Probleme mit dem Auto“, knurrte Eriksson. „Im zweiten Rennen hielten die Schwierigkeiten an, und zur Rennhälfte fiel ich immer weiter zurück. Ich habe zwar die Tabellenführung verloren – aber ich gebe nicht auf und gebe alles, um sie mir zurückzuholen.“

Der einst in der Neueinsteiger-Wertung führende Teamkollege Jonathan Cecotto musste sich am Ring mit den Plätzen 11, 15 und 27 begnügen. „Ich wusste wegen meiner Startposition schon vor dem ersten Rennen, dass es schwierig werden würde“, so der Venezolaner. „Ich habe aber das Beste daraus gemacht und mich bis auf Platz 11 vorgekämpft. Leider schrammte ich damit um einen einzigen Platz an der Pole für Lauf 2 vorbei. Dort wollte ich eigentlich mit der Aufholjagd weitermachen – aber die vielen Safetycar-Phasen haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Mit zwei 16. und einem 18. Rang war Jannes Fittje in Summe der erfolgreichste Team Motopark-Pilot auf dem Ring. „Leider haben wir es in der Qualifikation nicht ganz auf den Punkt bringen können, als es darauf ankam“, haderte der Deutsche, „sonst wäre in den Rennen auch noch deutlich mehr drin gewesen.“

Michael Waldherr qualifizierte sich für den 20. Startplatz und machte im ersten Rennen sechs Positionen gut. Im zweiten Rennen hatte er zwei Berührungen. Als er kurz vor Ende einem sich drehenden Kontrahenten nicht mehr ausweichen konnte, strandete er. Im Finale rammte ihn ein Gegner an einem Hinterrad, was ebenfalls das Aus bedeutete.

Teamchef Timo Rumpfkeil seufzte: „Ingesamt war das ein Wochenende zum Vergessen; mehr als Schadensbegrenzung war nicht drin. Aber wir werden versuchen, beim nächsten Durchgang gleich wieder zurückzuschlagen.“

Foto: P1